Wie verhält man sich im Techno-Club

Ein Club ist ist kleines, eigenes Milieu, in dem geschriebene und auch ungeschriebene Gesetze herrschen. Glücklicherweise haben manche Gäste ein Gespür dafür, welches Verhalten im Club (nicht) angebracht ist, jedoch leider nicht alle …

Absteppen statt Abschleppen
Anders als auf grossen Veranstaltungen und in Discotheken herrscht in einem Club ein familiäres Flair. Auch wenn man sich nicht mit Namen kennt, so sind die Gesichter bekannt. Man geht dorthin um abzuschalten, um zu tanzen, um sorglos Abstand zum Alltag zu bekommen und um ein gutes DJ-Set zu hören. Clubs sind keine Flirt-, Bagger- und Abschlepplocations. Ein kleiner Flirt am Rande und ein nettes Lächeln hier und da ist ja schön und durchaus nichts, was man unterbinden möchte. Doch das alleinige Ziel vor Augen, auf eine Party zu gehen, um zu zweit nach Hause zu gehen, ist der falsche Ansatz für eine Clubnacht. Schaut man auf die Tanzfläche und man sieht niemanden eng umschlungen miteinander tanzen heisst das nicht, dass das geändert werden sollte. Clubber/-innen mögen es für sich zu tanzen. Techno tanzen heisst nicht Ärsche an fremden Oberschenkeln zu reiben. Und mag das Mädel noch so hübsch und der Typ noch so cool sein, anquatschen (und auch antouchen) auf der Tanzfläche ist tabu.

Dancefloor nicht Talkfloor
Egal, ob du die Person gut kennst, flüchtig kennst oder gar nicht kennst, vollquatschen auf der Tanzfläche ist ein No-Go. Weder dein bester Freund will jetzt hören, was dir am Mittwoch auf deiner Arbeit passiert ist, noch möchte irgendjemand davon erfahren, wie du dich nach der Trennung mit XY jetzt fühlst, geschweige denn möchte jemand einen belanglosen Small-Talk führen, wenn man sich auf der Tanzfläche befindet. Merke: Auf der Tanzfläche will man Musik hören und kein Gelaber. Ausserdem ist es allein was die akustische Situation betrifft ratsamer, sich nicht auf der Tanzfläche zu unterhalten, dort ist der Sound eben am lautesten.

Zu viel Vs. zu wenig
Ja, das goldene Mittelmass zu finden, mag für einige Personen anscheinend schwierig zu sein. Wie jemand tanzt, ist jedem selbst überlassen. Egal welche Moves man macht, ob man shuffelt oder nicht, eigentlich kann man nichts falsch machen, so lange man sich im Rhythmus befindet. Wie angewurzelt auf der Tanzfläche zu stehen und zu schauen, wie sich andere bewegen, ist jedoch definitiv zu wenig. Das ist sogar total unrhythmisch. Entweder versuchen, irgendwie den Takt zu bekommen oder den Platz räumen. Zu viel ist es, wenn du meinst mit deinem Auftritt den Grossteil der Tanzfläche beanspruchen zu können. Und das auch rücksichtslos durchziehst. Es ist gar kein Problem, wenn man die Sorte Tänzer ist, die etwas Platz beansprucht, nur ist Rücksicht und Geschick dabei geboten. Bewege dich mit Voraussicht durch die Masse.
Und nur weil es die kürzeste Strecke quer über die Tanzfläche ist, um von der Theke zu deinen Leuten zu kommen, solltest du diesen Weg vermeiden. Die Tanzfläche ist kein Durchgang.

Lass den DJ seine Arbeit machen
Dass ein Techno-Club keine Single-Börse ist, haben wir ja schon klar gestellt. Der DJ ist von diesen Regeln nicht ausgeschlossen. Egal ob Typ oder Perle, lass den DJ seine Arbeit machen. Nerv nicht rum, in dem du unbedingt ein High-Five abgeklatscht haben möchtest, nur weil einer deiner Lieblings-Tracks gespielt wird. Wenn du unbedingt eine Track-ID benötigst, shazam es lieber, als den DJ aus seiner Konzentration zu ziehen. Auch wenn der DJ mal nicht genau deinen Geschmack trifft, versuche musikalisch offen zu sein. Jedoch ist ein kleines Feedback manchmal gar nicht so schlecht. Man sollte nur den richtigen Zeitpunkt treffen.

Handys im Club
Eine der obersten Prioritäten im Club ist bestimmt nicht dein Handy. Die Stimmung im Club ist geil, die Musik richtig gut und du fühlst dich gerade total wohl und hast viel Spass. Kein Grund, das jetzt per Whats-App Nachricht an deine Freunde weiter zu geben, die nicht dabei sind. Eigentlich ist es egal, was du gerade per Message an irgendwelche Leute senden möchtest, mach es nicht, während du auf der Tanzfläche stehst. Du selbst siehst ziemlich bescheuert dabei aus, wie du wie angewurzelt rumstehst und dein ernst-konzentriertes und vielleicht verklatschtes Gesicht vom Handydisplay angeleuchtet wird. Sollte es wirklich wichtig sein, eine Nachricht zu versenden, zieh dich mit deinem Handy zurück. Ansonsten gilt: Lebe im hier und jetzt. Lass dein Telefon in der Tasche.

Fotos und Videos
In einigen Clubs hängen schon extra Schilder aus, dass Handys hier verboten sind. Ganz ehrlich, nicht ohne Grund. Im Club möchte man sich treiben lassen und nicht ständig darauf bedacht sein müssen, dass man auf irgendeinem Video hinterher zu sehen ist. Und wenn ihr schon Fotos und Videos macht, solltet ihr unbedingt darauf achten, dass ihr das Blitzlicht ausgeschaltet habt! Clubs sind mit einem Light-System ausgestattet, welches für gute Stimmung und Atmosphäre sorgt. Blitzlicht am Handy stört extrem! Ein absoluter Fauxpas ist es, Fotos und Videos mit Licht zu machen! Es blendet, es stört, und eure Aufnahmen werden dadurch bestimmt nicht besser.

Quelle: Fazemag

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